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Ratgeber

Ausbildungsabbruch bei internationalen Azubis vermeiden: sechs Dinge, die wirken

10. Oktober 2026 · 5 Min. Lesezeit

Der Vertrag ist unterschrieben, das Visum da, der Azubi angekommen. Jetzt beginnt der Teil, über den niemand spricht. Sechs Dinge, die den Unterschied machen.

1. Ein Zimmer vor der Ankunft

Niemand lernt Teigführung, während er auf dem Sofa eines Bekannten schläft. Ein Zimmer, auch klein, auch möbliert vom Betrieb, ist die wichtigste Investition. Die Botschaft verlangt den Nachweis ohnehin.

2. Berufsschule ernst nehmen

Der verzögerte Start, von dem die IHK München spricht, ist der Klassiker: Visum im November, Berufsschule seit September. Sprechen Sie mit der Schule, bevor der Azubi kommt. Nachhilfe im ersten Halbjahr ist billiger als ein wiederholtes Lehrjahr.

3. Ein Ansprechpartner, nicht ein Betrieb

Ein Name, eine Nummer. Für Behördenbriefe, für die Krankenkasse, für den Moment, in dem Heimweh zu Kündigung wird.

4. Erwartungen vor dem ersten Tag

Frühschicht in der Bäckerei, Wochenende in der Gastronomie, Winter in Bayern: Das muss vor dem Gespräch gesagt werden, nicht danach. Unsere Vorinterviews fragen genau danach; ein Nein vorher ist besser als ein Abbruch nachher.

5. Die ersten 90 Tage dokumentieren

Anmeldung, Aufenthaltstitel, Bankkonto, Krankenkasse, Berufsschulanmeldung. Eine Liste, Haken dran. Was in den ersten drei Monaten liegen bleibt, wird teuer.

6. Nicht allein lassen, nicht erdrücken

Ein wöchentliches Gespräch von zehn Minuten reicht. Länger wird es nur, wenn etwas ist. Und wenn trotz allem jemand abbricht: Ein seriöser Vermittler ersetzt den Kandidaten ohne neue Vergütung, deshalb hat er in die Auswahl investiert.